Den vorzeitigen Klassenerhalt knapp verpasst

Sulzbach unterliegt trotz nahezu einwandfreier Leistung

Es war zu schön, um wahr zu sein. Sulzbach verpasste den vorzeitigen Klassenerhalt gegen das Team aus Grötzingen-Karlsruhe knapp mit 32:39 Scorepunkten.

Dabei lief der Start aus Sicht der Hessen zunächst wie erhofft. Am Boden präsentierte man vier fehlerfreie Übungen, konnte somit die Patzer der Gastgeber in Scores umwandeln und siegte mit 8:5. Am Pferd ging es nur darum, möglichst wenige Scores abzugeben, was mit einem 6:7 auch gelang. An den Ringen konnte die TSG ihre altbekannte Stärke ausspielen, brachte erneut alle Übungen sicher ins Ziel und sicherte sich mit 8:5 weitere 2 Gerätepunkte. Dies führte zum 22:17 Pausenstand.

Mannschaftsführer Marco Eppelmann zeigte sich mit den bisherigen Leistungen sehr zufrieden, mahnte in der Halbzeitansprache aber zur Vorsicht, da die Badener insbesondere am Reck enorm stark sind. Hier macht sich auch das Fehlen von Barren- und Reckspezialist Niklas Volk besonders schmerzlich bemerkbar.

Rückblickend sollte die Entscheidung über den Ausgang des Wettkampfs dann aber bereits am Sprung fallen, der sich über die letzten beiden Jahre heimlich zum Problemgerät der Taunus-Riege entwickelt hat. Die 0:11 Niederlage macht deutlich, dass noch Entwicklungspotential besteht. Hier schmerzt der zweite verletzungsbedingte Ausfall von Janis Gesing umso mehr.

Trotz des einzigen größeren Patzers in diesem Wettkampf am Barren bestach Sulzbach wieder mit sehr sauberen Übungen und schaffte es so durch das 6:4, weitere Gerätepunkte mit nach Hause zu nehmen. Am Reck kam es dann zur erwarteten Machtdemonstration der Gastgeber. Obwohl sich Sulzbach erneut keinen einzigen Fehler erlaubte, konnten die Turner in blau-rot den hochwertigeren Übungen der Heimmannschaft nicht viel entgegen setzen, die bis auf einen Sturz ebenfalls alle auf den Punkt abgeliefert wurden und die Halle zurecht in einen tosenden Hexenkessel verwandelten.

„Wir können uns nichts vorwerfen. Jeder hat sein Bestes gegeben und wir haben einen nahezu fehlerfreien Wettkampf abgeliefert“, fasst Janis den Wettkampf zusammen. Am Ende waren die Badener einfach besser, wenn man bedenkt, dass bei ihnen eine deutlich höhere Fehlerquote zu Buche stand. Ein entscheidender Faktor war außerdem der Brite Uzair Chowdhury, der sich mit Blick auf sein Alter trotz einiger Stürze in bestechender Form präsentierte.